Praxis für Ergotherapie - Bad Friedrichshall
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Herzlich willkommen - Praxis für Ergotherapie - Bad Friedrichshall

 

Unsere Behandlungsbereiche, Pädiatrie, Schreibabies, Handtherapie, Lerntherapie, Neurologie, Rheumatologie

Was gibt es Schöneres, als ein schreiendes Baby auf den Arm zu nehmen und zu erleben, wie es sich anschmiegt und allmählich zur Ruhe kommt?

Was gibt es Enttäuschenderes, Entmutigenderes, vielleicht sogar Verletzenderes, als ein Baby im Arm zu halten, das ohne erkennbaren Grund unstillbar schreit, sich steif macht und aufbäumt und in seiner Erregung unerreichbar ist?

Das Schreien des Säuglings hat zwei Gesichter: Es gibt Anlass zu Zärtlichkeit und Glück oder aber zu Hilflosigkeit und Wut.

bestellen Sie hier unsere kostenlose Info-Broschüre "Schreibabies"

 

» BEI BABYS UND KLEINKINDERN

• Unstillbares Schreien
• Motorische Unruhe mit Unzufriedenheit / Quengeln
• Irritabilität, sensorische Übererregbarkeit
• Neigung zu Überstreckung und taktile Abwehr
• Drang in die Vertikale, Ablehnung horizontaler Körperpositionen
• Bedürfnis, herumgetragen zu werden (vestibuläre Stimulation und visuelle Ablenkung)
• Pseudostabilität durch Ablenkung und neue Reize
• Paradoxer „Reizhunger“, „Augenkinder“ (wollen alles sehen)
• Mimosenhafte Überängstlichkeit, ängstlicher Rückzug
• Unfähigkeit, bei Ermüdung „abzuschalten“, zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen
• Kumulatives Schlafdefizit mit extrem kurzen Schlafphasen am Tag
• Übermüdung und Überreiztheit mit Schreigipfel in den Abendstunden
• Mangel an ruhig – aufmerksamen Wachphasen

» BEI DER ELTERN-KIND-BEZIEHUNG

• Erschwertes Handling bei motorischer Unruhe und elterlicher Verunsicherung

• Unterbrechbarkeit der Unruhephasen durch Herumtragen und ständig wechselndes Reizangebot

• Unwirksamkeit normaler Beruhigungshilfen beim Schreien

• Unterbrechbarkeit der Schreizustände durch intensive vestibuläre (Schaukel-)Reize und Motorengeräusche

• Dysfunktionale Interaktionen beim Beruhigen und Schlafenlegen mit häufigem Wechsel intensiver, teilweise bizarrer Beruhigungshilfen

• Nachlassen der Stimulation löst erneutes Schreien aus, das durch intensivierte Stimulation von den Eltern beantwortet wird

• Auf dem Arm „Kampf gegen das Einschlafen“ mit motorischer Unruhe, taktiler Abwehr, Opisthotonus (Überstreckung)

• „Teufelskreise“ eskalierender beiderseitiger Anspannung und Erregung

• Im Gegensatz dazu nur selten „Engelskreise“ intuitiv abgestimmter Zwiegespräche bei geglückter Beruhigung oder im Zustand ruhig – aufmerksamen Wachens

» BEI DER ELTERLICHEN BELASTUNG

• Hochgradige Erschöpfung, Anspannung, Überforderung
• Depressivität, Hilflosigkeit, Versagensgefühle
• Verletzbarkeit, ohnmächtige Wut, Gefühl abgelehnt zu werden
• Hemmung der intuitiven elterlichen Kompetenz
• Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse
• Angespannte Paarbeziehung


In Anlehnung an das Münchner Konzept nach Prof. Dr. Mechthild Papoušek.

REGULATIONSHILFEN UND BERUHIGUNGSSTRATEGIEN

• Reizreduktion
- im Tagesablauf, bei der Gestaltung der Umgebung
- bei den Beruhigungsstrategien
- Schaffen von Ruheinseln (beim Trinken, beim Spielen)

• Begrenzung schaffen zur Reizreduktion
- im Kinderwagen, im Bett , beim Trinken
- auf der Liege- / Spieldecke
- Visuelle Abschirmung
- Druck und engere Berührung
- Umlagern mittels Stillkissen

• Übermüdung vermeiden
- Allmählich zur Ruhe bringen
- Schlaf–Wach-Rhythmus verbessern

• Nutzen von Wachphasen
- eher Vormittagsstunden (Kind ist aufnahmebereiter, positive Erfahrung)
-„Zwiegespräche“, Spielen, Anregungen

• Routine schaffen
- Regelmäßigkeit, Gewöhnung des Babys an Routinen
- Ständiges Wechseln und immer neues Ausprobieren vermeiden

Evtl. Schnullergewöhnung
(zur Selbstberuhigung): Auch begleitet unter gezieltem Einsatz von Hängematte, von körperbezogenen Materialien (Säckchen), Babymassage

• Adäquates Handling vermitteln
- Gezielte, ruhige, eindeutige Griffe beim Hochheben, Wickeln, Halten, Tragen
- Nicht hektisch u. fürs Kind „diffus“

• Timeout für die Eltern zur eigenen Entspannung
- Ablegen des Kindes bei großer Anspannung, Aggression und Erschöpfung
- Erst selbst entspannen, dann erneuter Versuch, das Baby zu beruhigen

• Anleitung zu körperbezogenem Spiel (Hände / Füße)

• Anleitung zur Babymassage (dosiert und regulierend)

• Es gibt kein Patentrezept für Beruhigungs- und Einschlafhilfen:
- Wichtiger als die Methode ist die Regelmäßigkeit
- Sanftes Vorgehen, ohne Hektik
- Häufigen Wechsel und immer neues Ausprobieren vermeiden, möglichst bei einer Strategie
bleiben zur Gewöhnung an regelmäßige Einschlafbedingungen

 
  • Der dysregulierte Säugling, Diagnostik und Therapie nach Fr. Dr. Papousek
    Kinderzentrum München
    Grund- und Aufbaukurs
  • Befunderhebung , Behandlungsplanung und Behandlung bei Kindern von 4 bis 18 Monaten (TSFI)